Vier Gesichter einer Familie: Der Sohn trifft auf einen Fremden, der ihn nicht küssen will. Der Vater küsst seine Frau und meint seine Tochter. Die Tochter wird von ihrer Mutter geküsst, ein Schlag ins Gesicht. Die Mutter provoziert den Kuss eines Fremden und hofft, dass ihr Mann ihre Wunden leckt. Gemeinsam ist ihnen das Verlangen nach Geborgenheit, also halten sie einander fest. Den Vater spielt Thorsten Merten, bekannt durch seine Rolle in Andreas Dresens Erfolg HALBE TREPPE . Außerdem mit dabei sind Margarita Broich (WOLFSBURG), Theresa Scholze (NACHTEXPRESS) und Frank Droese (ALASKA.DE).
VIER FENSTER ist Schauspielerkino, das seine Schärfe und seine berührende Emotionalität durch die Mitwirkung hervorragender Darsteller gewinnt. Kameramann Jürgen Jürges (u. a. CODE: UNBEKANNT) kratzt mit ruhigen Bildern an der Oberfläche der Familienrealität.
Bonus: Interviews, Trailer, Fotogalerie
Nominierung als »Bester Film« beim Studio Hamburg Nachwuchspreis
»Franz Hofer Preis - Filmhaus Award« für den aufregendsten und innovativsten Film
»VIER FENSTER schließt lückenlos an die sozialen und psychologischen Diskurse der deutschen Autorenfilme der 1970er Jahre an: Beinahe in jeder Szene fühlt man sich an die Enge aus Fassbinders ANGST VOR DER ANGST oder die soziale Isolation aus Herzogs STROSZEK erinnert. Das Drama der Isolation in der Gemeinschaft ist seit eh und je dasselbe, auch wenn sich die Symptome verlagert haben. Daraus lässt sich Film machen, das führt zu affektvollen Bildern, die für sich sprechen, wenn die Figuren längst verstummt sind. VIER FENSTER ist deshalb auch irgendwie ein hoffnungsvoller Film, weil er zeigt, daß der deutsche Film eben doch noch eine eigene Sprache hat – oder sie nie verlernt hat.« Schnitt
»Christian Moris Müller setzt vier Schnitte an, öffnet die titelgebenden Fenster für jede einzelne Figur: kleine Fluchten allüberall. Doch das Öffnen der vier Fenster verschafft jeweils nur kurz Luft. Der Rest ist grausames Schweigen.« - Berliner Morgenpost