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Zwei Filme von Krzysztof Kieslowski
"Man muss die Konsequenzen tragen: Wenn man sich für's Leben entscheidet, muss man viel aushalten können." (OHNE ENDE)
"Warum soll man sich das Leben schwermachen?" (DIE NARBE)
Die Narbe / Ohne Ende
ISBN: 978-3-89848-953-9
Best. Nr.: 953
Preis: € 19,90
EAN: 978-3-89848-953-9
 
DIE NARBE »beginnt wie ein Mafia-Thriller«, so das Kino Kunstmuseum Bern, »schwarze Limousinen, Bodyguards, ein abgelegenes Waldstück. Doch es geht nicht um eine Abrechnung zwischen feindlichen Clans, sondern um ein neues sozialistisches Bauvorhaben und seine Spätfolgen. In diesem ungewöhnlichen Spielfilm brilliert Franciszek Pieczka mit der phantastischen schauspielerischen Leistung als Direktor, der sich – zunächst zögernd – für die Arbeiter und gegen das System entscheidet.« Tatsächlich, der Ingenieur Bednarz wird zum Leiter eines Chemiekombinats berufen, das durch ehrgeizige Lokalpolitiker ebenso schlecht geplant ist wie es auf den renitenten Widerstand der Anwohner stößt. Der Konflikt ist unausweichlich, eine Lösung nicht in Sicht. Kieslowskis DIE NARBE ist ein wunderbar unaufgeregter Film, in dessen sensiblen Bildern sich bereits die ökologischen und politischen Katastrophen abzeichnen, auf die nicht nur das Polen der siebziger Jahre zusteuerte. Und mittendrin der aussichtlose Versuch eines Einzelnen, Verantwortungsbewusstsein, Haltung und praktische Vernunft zu retten. »Sozialistischer Realismus gegen den Strich.« Krzysztof Kieslowski

Polen 1982 unter dem Kriegsrecht, Osteuropa im Koma, die Spätphase des Sozialismus ein Friedhofsgespenst: Das ist die Situation in Krzysztof Kieslowskis OHNE ENDE (ursprünglicher Titel: HAPPY ENDING) von 1985. Im Mittelpunkt steht ein Toter – der Anwalt Antek Zyro, gerade an einem Herzanfall verstorben und nichts als ein schweigender Schatten. Um ihn herum inszeniert Kieslowski eine Welt, in der Politik, Gerechtigkeit, der Wunsch nach Freiheit und persönlichem Glück nicht auszusöhnen sind. Die letzte existenzielle Freiheit liegt im Selbstmord … Kieslowskis Parabel über ein Polen kurz vor dem Tauwetter der Geschichte ist zugleich ein Film über die condition humaine, wie er sie sieht: chancenlos, schonungslos, desillusioniert und vor allem hoffnungslos verspätet: Alle guten Geister sind schon tot. Nur in der liebenden Trauer verfängt sich ein Widerschein dessen, was fehlt. So ist Kieslowskis radikale Absage an die Politik zugleich eine orphische Hymne an die Liebe: »Die Liebe ist die einzige Lösung für das Problem der menschlichen Existenz.« Krzysztof Kieslowski

Booklet: Zwei Texte von Krzysztof Kieslowski über DIE NARBE und OHNE ENDE, ein Interview mit dem Regisseur von 1983 und die
Erinnerungen des Plakatkünstlers Andrzej Krauze an Kieslowski, Polen und die Zensur.
 
Dieser Film ist Teil der Edition: Kino des Krzysztof Kieslowski, Das



Buch: Romuald Karas
Regie: Krzysztof Kieslowski
Originaltitel: Blizna / Bez konca
Buch: Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Piesiewicz
Produktions-Land+Jahr: Polen, 1985 / 1976
Darsteller: Aleksander Bardini
Darsteller: Grazyna Szapolowska
Darsteller: Agnieszka Holland
Darsteller: Jerzy Stuhr
Darsteller: Franciszek Pieczka

2 DVD 5, Farbe, 102 + 103 Min., 4:3, PAL, Polnische mit dt., frz. und engl. UT, mit ausführlichem Booklet

Rezension (Deutsche Welle)
 



»Die 2 hervorragenden Filme, die nun endlich auf DVD erschienen sind, zeigen die Eindringlichkeit von Kino in seiner realistischen, harten und existentiellen Art. Bemerkenswert – und ein Dank an die Herausgeber, die wissen, dass das Wort Booklet von Book kommt und bemüht sind, diese Doppel-DVD durch sinnvolle Extras zu ergänzen.«
- Freies Radio Kassel, Fabian Stangel

» … wichtige Etappen- und Wendepunkte auf dem Weg vom politischen Dokumentaristen zum Metaphysiker der individuellen Sinnsuche.«
- Ray, Roman Urbaner

»In diesem ungewöhnlichen Spielfilm brilliert Franciszek Pieczka mit der phantastischen schauspielerischen Leistung als Direktor, der sich – zunächst zögernd – für die Arbeiter und gegen das System entscheidet.« Kino Kunstmuseum Bern über DIE NARBE

»Der komplex inszenierte Film steht der Entwicklung Polens nach Verhängung des Kriegsrechts zutiefst skeptisch gegenüber, wobei er den Blick gänzlich unlarmoyant auf die politischen wie privaten Vernarbungen der Seele lenkt. – Sehenswert.«
- film-dienst über OHNE ENDE

 
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