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Die Fernseharbeiten von Samuel Beckett
Mit einem Essay von Gilles Deleuze
Samuel Beckett: He, Joe, Quadrat I und II, Nacht und Träume, Schatten (Geistertrio, Nur noch Gewölk, Not I), Was wo - Filme für den SDR
ISBN: 978-3-89848-881-5
Best. Nr.: 881
Preis: € 19,90
EAN: 978-3-89848-881-5
 
filmedition suhrkamp - fes 3:

Berühmt wurde Samuel Beckett als Theaterinnovateur (Warten auf Godot) und Romancier (Der Namenlose). Der Literaturnobelpreisträger schrieb jedoch auch Hörspiele und inszenierte Kurzfilme für das Fernsehen. 1966 produzierte er für den Süddeutschen Rundfunk (SDR) im Rahmen der Reihe »Der Autor« als Regisseur das Fernsehspiel HE JOE und schuf damit ein revolutionäres Stück Medienkunst. Bis 1986 folgten sieben weitere »crazy inventions for television«, wie Beckett seine TV-Arbeiten nannte. Immer wieder erprobte er, von den technischen Möglichkeiten des Theaters zunehmend enttäuscht, neue Arrangements für Stimme und Schweigen, für Raum, Kamera und Musik. Damit erfand Beckett, so Gilles Deleuze in seinem Essay 'Erschöpft', neben den Sprachen des Romans und der Theaterstücke eine »Sprache III«.

Folgende Filme finden sich auf der DVD:

He Joe
beide Versionen | Unter dem Titel SCHATTEN zusammengefasst: Geister-Trio | Nur noch Gewölk | Not I | außerdem: Quadrat I und II | Nacht und Träume | Was Wo


 
Dieser Film ist Teil der Edition: filmedition suhrkamp

Weitere Filme zum Thema: Literatur



Regie: Samuel Beckett

DVD, Farbe + s/w, 156 Min., mit Booklet, darin Gilles Deleuze: ERSCHÖPFT und Dietmar Kammerer über Becketts Fernseharbeiten

Beckett beim Suhrkamp Verlag
 



»Was Beckett macht, ist durch und durch musikalisch – die Bewegung der Wörter und der Körper durch den Raum, die Spannung, wenn Bild und Ton eben nicht zusammengehen …«
- Süddeutsche Zeitung

»Das Entscheidende beim Bild ist nicht sein kläglicher Inhalt, sondern die wahnsinnige Energie, die jederzeit explodieren kann.«
- Gilles Deleuze

"Daß diese Sammlung ihre Veröffentlichung in der ebenso wichtigen wie wunderschönen filmedition suhrkamp findet, wo man sich eigentlich nicht mit absurdistischen Künstlern abgibt, sondern sich eher gesellschaftsbewußten Denkern wie Brecht, Kluge, Frisch und Bourdieu widmet, ist ein zusätzlicher und sehr willkommener Ritterschlag für den späten Avantgardisten Beckett. Und siehe da: Der ewige Defätist Beckett entpuppt sich in diesen Arbeiten einmal mehr als emotionale Soziologe, als Erforscher der conditio humana anhand der unterdrückten Träume, der Verwirrung, der Langeweile und der Dämonen des Menschen. Das ist Avantgardefilm in seiner subjektivsten und kryptischsten Form, und so freut man sich denn auch über die beiden wie erwartet herausragende Essays im Booklet, wobei Gilles Deleuze selbstverständlich für die Interpretation und geistesgeschichtliche Einordnung Becketts und Dietmar Kammerer für die peniblen Hintergrundinformationen zur Entstehung der hier vorliegenden Filme zuständig ist." Daniel Bickermann, Schnitt

 
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