Von den vielen Projekten, an denen Christa und Gerhard Wolf mit dem Regisseur Konrad Wolf arbeiteten, konnten sie nur ein einziges realisieren: Während die Verfilmung der "Moskauer Novelle" (1961) und weitere Projekte aus der Zeit nach 1965 an politischen Widerständen scheiterten, wurde "Der Geteilte Himmel" 1964 ein großer Erfolg. Darin setzt Konrad Wolf auf die Verfahren der französischen Nouvelle vague, indem er in kunstvoll gestaffelten Rückblenden die Geschichte der Studentin Rita erzählt, deren Freund Manfred sich nach Westberlin abgesetzt hat. Der Film, der heute als eine der formal ambitioniertesten und zugleich kritischsten DEFA-Produktionen gilt, wird ergänzt durch Porträts über und Gespräche mit Christa Wolf.
BONUSMATERIAL:
- "Selbstversuch" (DDR 1989) die Verfilmung von
Christa Wolfs Novelle über einen Geschlechtertausch
- Christa Wolfs legendäre Alexanderplatz-Rede vom 4.11.1989
- Zwei ausführliche Zeitzeugengespräche mit Thomas Grimm
2 x DVD5, PAL, codefree, Mono, insgesamt 280 Min. (116 min + Extras), Sprache: deutsch
»Die 2er-DVD DER GETEILTE HIMMEL ist schlicht vorbildlich ... Wenn man eine DVD-Edition empfehlen MUSS wegen ihrer Sorgfalt, der inhaltlichen Solidität und Intelligenz, dann diese.« Deutschlandradio Kultur
»Seine expressionistische Sprache verleiht dem Film eine Zeitlosigkeit, die einem viereinhalb Jahrzehnte danach erst bewusst wird.« Die Welt
»Der Film liefert eine außerordentlich differenzierte Beschreibung der inneren Situation der DDR, wobei nichts beschönigt wird und die ›Republikflucht‹ des Chemikers aus seiner Sicht sogar verständlich erscheint. (...) Der geteilte Himmel fesselt durch die Modernität und Eigenwilligkeit seiner filmischen Gestaltung, die gegenüber der Romanvorlage von Christa Wolf neue Zeit- und Raumverbindungen herstellt.« Ulrich Gregor (»Geschichte des Films ab 1960«)
»Die Literaturvorlage von Christa Wolf ist das eindrucksvolle Beispiel einer politischen Liebesgeschichte. Deren lakonischen, gedankenverhangenen und abstrakten Ton übernimmt der Regisseur Konrad Wolf in seinen Film. Die Symmetrien im Bildaufbau, die Schnitte, die besonders die Blicke inszenieren und zu einer ganz eigenen Form des Match Cut finden, das poetische Schwarzweiß mit seinen Licht- und Schatteneffekten; all dies Mittel, die dem Buch Tribut zollen.« Susan Noll, SCHNITT
»Seine expressionistische Sprache verleiht dem Film eine Zeitlosigkeit, die einem viereinhalb Jahrzehnte danach erst bewusst wird.« Die Welt