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9 Filme (und zahlreiche Extras) von Peter Pewas
Ein Stück deutsche Kinogeschichte
Peter Pewas: Filme 1932–1967
ISBN: 978-3-89848-528-9
Best. Nr.: 528
Preis: € 24,90
EAN: 978-3-89848-528-9
 
»Ich wollte versuchen, aus der Armut heraus einen neuen deutschen Filmstil, nämlich die Wirklichkeit zu präsentieren. Das war damals mein Anliegen. Ich kam nicht dazu. Ich war wirklich mit diesen Themen zu früh dran.« Peter Pewas

Beim V. Internationalen Festival des deutschen Film-Erbes erinnerten drei Filme an den 25 Jahre zuvor gestorbenen Regisseur Peter Pewas (1904–1984). Der gelernte Schlosser und Werbegrafiker Pewas (eigentlich Walter Schulz) kam in den 1930er Jahren über das Bauhaus zum Film. Er gestaltete Plakate und Broschüren, studierte an der Filmakademie in Babelsberg, assistierte Wolfgang Liebeneiner und drehte ab 1940 einige kurze »Studio-Filme«, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren.

Sein erster Spielfilm, das melancholische Melodram DER VERZAUBERTE TAG (1943/44), konnte erst nach dem Ende des Nazi-Reichs herauskommen. Bei der DEFA drehte er den Zeitfilm STRASSENBEKANNTSCHAFT (1947/48). Danach arbeitete Pewas im Westen, drehte neben Werbefilmen eine Reihe preisgekrönter Kurzfilme sowie den Spielfilm VIELE KAMEN VORBEI (1955/56) über einen Autobahnmörder. Anfang der 1970er Jahre zog er sich vom Film zurück und widmete sich der Malerei.

CineGraph und Bundesarchiv-Filmarchiv erinnern – in Zusammenarbeit mit zahlreichen deutschen Archiven und Institutionen – mit dieser cinefest-EDITION an einen zu Unrecht vergessenen Filmmacher.


DVD 1 1932−1945
1940/41 D. Eine Stunde, Tobis-Studio Film Nr. 2. 23 Min.
1943/44 D. Der verzauberte Tag. 77 Min.

Extras
1932−34 D. Alexanderplatz überrumpelt (Fragmente). 8 Min.
1950er und 1960er BRD. Werbefilme − Auswahl. 7 Min.
1984. BRD. Plötzlich ist das Ende da. Gedanken zum Tod von Peter Pewas. Ein Porträtfilm von Wolfgang Fischer, 38 Min.

ROM-Teil
Broschüre: Von der Flimmerkiste zur Filmkunst (1939)
Plakate von Peter Pewas
Gemälde von Peter Pewas


DVD 2 1946−1967
1946. Wohin Johanna? 6 Min.
1947/48. Straßenbekanntschaft. 104 Min.
1949. Menschen – Städte – Schienen. 19 Min.
1950. Herbstgedanken. 9 Min.
1952. Der nackte Morgen. 12 Min.
1961. Vormittag eines alten Herren. 12 Min.
1967. Kennzeichen Luftballon. 12 Min.

Extras
2009. cinefest-Gespräch mit Gisela Trowe. 15 Min.

Booklet
Werk-Chronik von Hans-Michael Bock
"Peter Pewas – Lebendige Plakatgestaltung" von Felix Henseleit (1937)
"Über das Gesicht des kommenden Films" von Peter Pewas
"Ein Licht ist aufgegangen" von Margret Gröblinghoff (1955)
Hunter notiert (zu VIELE KAMEN VORBEI) (1956)
"Ein deutscher Bildungsroman. Peter Pewas" von Klaus Kreimeier (1981)
 
Dieser Film ist Teil der Edition: cinefest Edition



Regie: Peter Pewas
Produktions-Land+Jahr: Deutschland 1933–1967

2 DVD, s/w + Farbe, ca. 330 Min., mit ausführlichem Booklet

 



»Dies ist sicherlich eine der verdienstvollsten DVD-Editionen der letzten Jahre.« Jochen Kürten, Deutsche Welle

»herausragende ... liebevolle DVD-Edition« Der Tagesspiegel

»Ein deutsches Kinogenie ist neu zu entdecken.«
- VOGUE

»Er besaß eine stille Ausstrahlung in einer sehr lauten Zeit.« Winnie Markus

»In den Filmgeschichten ist Peter Pewas lange so gut wie gar nicht vorgekommen ... - nun endlich eine DVD-Edition. ... Pewas war ein Besessener, kreativ bis zur Erschöpfung. Seine Filme sind Fremdkörper, plastisch modelliert mit Licht und Schatten, jede Einstellung ein Manufactum.«
- Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

»In all seinen Filmen suchte Pewas 'nach neuen Wirkungen, neuen Lösungen' jenseits des Zwangs, sich an den Markt anpassen zu müssen. Die Produzenten nannten ihn einen Avantgardisten, was in den 1950er-Jahren fast ein künstlerisches Todesurteil war.« Ralf Schenk, Berliner Zeitung

»Die deutsche Filmgeschichte hat es Individualisten immer schwer gemacht, umso mehr lohnen sich Entdeckungen« ... »hinreißend verspieltes Großstadtmärchen« (Der verzauberte Tag) - Literaturen

»Schöne Gelegenheiten, diesen großen Vergessenen des deutschen Kinos kennenzulernen.« Ralf Schenk, Berliner Zeitung

»Ein solches Gespür für das Malen von Stimmungen hat man im deutschen Kino seit dem Stummfilm nicht mehr gesehen.« Hanns-Georg Rodek, Die Welt

»Die Geschichte des Filmregisseurs Peter Pewas (geb. 1904) ist ein deutscher Bildungsroman des 20. Jahrhunderts, angesiedelt an den Bruchstellen der bürgerlichen Kultur: eingeengt von den Normen der herrschenden Ästhetik und doch in steter Tuchfühlung mit anti-normativem Technikbewusstsein, Widerborstigkeit, Neugier und flexibler Erfinderlist.«
Klaus Kreimeier in der Frankfurter Rundschau

»Daran sollte man nicht vorbei gehen. ... eine spannende Entdeckungsreise durch das Werk eines bekannten Unbekannten. Mit diversen Extras auf den beiden DVDs – sowie einem vorzüglich geschriebenen Booklet von Hans-Michael Bock und Swenja Schiemann.« Herbert Spaich, SWR

»Eines der größten deutschen Kinotalente des 20. Jahrhunderts. Das Dumme ist nur: Von seinen Zeitgenossen bekam das kaum einer mit. ...Peter Pewas hätte Meisterwerke des poetischen Realismus schaffen können wie es Rossellini und Fellini in Italien taten. Wenn man ihn gelassen hätte. Das Wenige, was er drehen durfte, zu erhalten, ist eine filmhistorische Notwendigkeit.« Stefan Keim, DLR Kultur, Kulturtipp

»Ein größeres Kompliment lässt sich für einen deutschen Filmemacher kaum denken, als dass er Joseph Goebbels Wutanfälle beschert habe. Ebendies wird von Peter Pewas berichtet, der 1944 bei der Berliner Terra seinen Film "Der verzauberte Tag" fertigstellte. ... Zu den Höhepunkten der vorliegenden DVD-Edition zählt das Gespräch, in dem Peter Pewas viele Jahre später im Rückblick seine filmische Auflösung einer Szene aus "Der verzauberte Tag" erläutert - was das Kino als Erzählform kann, wird hier so deutlich wie selten ...« Bert Rebhandl, FAZ

»gründliche DVD-Edition ... Hier erweist sich einmal mehr, wie sehr die DVD als Medium, das Edition und Kommentar verbindet, unseren Blick auf ästhetische Zusammenhänge neu zu schärfen vermag.« Bert Rebhandl, FAZ

»Die Stimmungen, die seine Traumbilder im Kino erzeugten, waren ihrer Zeit voraus. ... Diese Kollektion und ihre Extras, darunter auch ein Portrait machen heute wieder neugierig auf den unangepassten Bilderfinder Peter Pewas. Es hätte das bornierte und banale deutsche Kino verändert, wenn er auf gute Produzenten gestoßen wäre.« DRadio, Claudia Lenssen

»Peter Pewas war ein Meister der Bilder. Ein filmisch denkender Regisseur im besten Sinne. Wie er Stimmungen und Atmosphäre auf die Leinwand zauberte, wie er und sein Kameramann Georg Krause ein Spiel aus Licht und Schatten entfachten, der Handlung einen lyrisch, sanften Ton gaben und die Protagonisten mit leisen Zwischentönen ausstatteten - das kannte man so nicht im deutschen Kino. ... 1984 stirbt Peter Pewas. Seine Filme aber leben weiter, und es ist das Verdienst einiger Filmwissenschaftler und eines mutigen DVD-Anbieters, die das schmale, aber gewichtige Oeuvre nun auf zwei DVDs präsentieren und den Filmregisseur Peter Pewas nun noch einmal dem Vergessen entreißen. Zu den Extras zählen unter anderem eine sehr bewegende Dokumentation mit einem Interview, dass Wolfgang Fischer kurz vor dem Tod des Regisseur aufgenommen hat.« Jochen Kürten, Deutsche Welle

»Für die Filmgeschichte ist die DVD-Sammlung eines physisch inzwischen fast schon verblichenen OEuvres von unschätzbarem Wert.« film-dienst, Jörg Gerle

»Hans Michael Bock und Swenja Schiemann haben ein 40-seitiges Booklet mit Fotos, Artikeln, An- und Einsichten zusammengetragen, das mustergültig das erläutert, was auf den DVDs zu sehen ist.« film-dienst, Jörg Gerle

»Auf zwei DVD-Scheiben bietet die Cinefest-Edition bei absolutMedien ein erstaunliches filmisches Lebenswerk, schmal, aber eindrucksvoll wie selten: die Filme, Plakate, Gemälde und Selbstaussagen des des deutschen Filmregisseurs Peter Pewas (1904-1984). Eine gelungene Zusammenstellung, weil sie alles Ansehens- und Wissenswerte dieses außergewöhnlichen Künstlers so kombiniert, dass die Einladung zum intermedialen Durchblättern und Durchsehen herausfordert. ... [Pewas] war lange vergessen, und auch jetzt droht wieder Vergessen. Dabei gehört er unbedingt zu dem, was wir nationales Filmerbe - oder Erbe überhaupt - nennen. Die Doppel-DVD bietet dem Interessierten einen gut aufgemachten Ausgleich an.« Neues Deutschland

»Ein Kinoschatz endlich auf DVD: die Filme des Regisseurs Peter Pewas. Vor allem "Straßenbekanntschaft" von 1947 mit Gisela Trowe (o.) zeigt ein fremdes und verzweifelt lebenshungriges Nachkriegsdeutschland.« VOGUE, August 2011

 
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