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Ein Film von Safaa Fathy
Derrida, anderswo
ISBN: 978-3-89848-572-2
Best. Nr.: 572
Preis: € 19,90
EAN: 978-3-89848-572-2
 
filmedition suhrkamp - fes 29:

»Eine Autobiographie setzt zumindest eines voraus: dass das Ich weiß, wer es ist. Doch wer ist denn schon mal einem Ich begegnet? Ich jedenfalls nicht.« Safaa Fathys Portrait gibt den Lesern Jacques Derridas nun immerhin die Möglichkeit, dem Philosophen im Anderswo der Schrift, in Ton und Bild, zu begegnen.

Fathy begleitet den Philosophen in seine algerische Heimat, nach Spanien, während Vorlesungen in Paris und den USA – sowie in sein Pariser Domizil. Es sind dies Reisen an die Grenzen von Biografie und Werk, bei denen zentrale Gedanken von Derridas Philosophie – Schrift und Spur, Gastfreundschaft, Archiv, Gabe, Beschneidung, Gemeinschaft – sich mit seiner algerisch-jüdischen Herkunft verweben. Mit einer ausführlichen Wortmeldung seines langjährigen Freundes und Kollegen Jean-Luc Nancy.

Das Booklet enthält ein Interview mit Jacques Derrida aus den Cahiers
du cinéma
von Antoine de Baecque und Thierry Jousse (1998/2000).


 

Weitere Filme zum Thema: Philosophie



Buch: Safaa Fathy
Regie: Safaa Fathy
Originaltitel: D'ailleurs, Derrida
Kamera: Eric Guichard, Martial Barrault, Marie Spencer
Schnitt: Marielle Issartel
Produktion: GLORIA FILMS, La Sept ARTE
Produzent: Diane Thin
Ton: Jean-François Mabire, Véronique Bruque, Stéphane Thiebaut
Mitwirkende: Jacques Derrida, Jean-Luc Nancy

Disk: DVD 5, Länge: 68 Min., Bild: 4:3, Farbe, Ton: Dolby Stereo, Sprache: Französische Originalfassung / Deutsche Fassung

 



»Derrida, anderswo als dort, wo er sich mit seiner Schrift, seinen Schriften über die Schrift, als Spur eingeschrieben hat – erstmals als Abdruck, den seine Erscheinung im Bild und seine Stimme auf der Tonspur hinterlassen hat. Auf den ersten Blick ist es ein Reisefilm, auf den zweiten dann aber doch viel mehr: Der Versuch aus den Erinnerungen und Ausführungen des Protagonisten eine Landkarte, eine Landschaft zu konstruieren.« (SCHNITT)

»Heute lesen wir die Schriften von Hume, Kant und Hegel, als bildeten sie eine dialektische Abfolge. Genauso wird es mit Nietzsche, Heidegger und Derrida geschehen.« (Richard Rorty in der NEW YORK TIMES)

»Ich bin nun mal, und vermutlich nicht als einziger, in der Situation eines Auswanderers, beziehungsweise des heimlichen Einwanderers, der unsichtbar bleiben muss. Und von dieser Situation aus, die nicht einmal eine ist, und auch keine Stätte, sondern ein Nicht-Ort, von diesem Standort ohne Ort aus durchwandere ich, und nicht ohne Liebe, Stätten wie diese hier: als ein Marrane ohne Papiere. … Ich bin nach und nach zu jemandem herangewachsen, der in sich ein Geheimnis trägt, das größer ist als er selbst, und zu dem er selbst keinen Zugang hat. Als wäre ich ein jahrhundertealter Marrane, der auch noch die jüdische und spanische Herkunft seines Marrane-Seins verloren hat, so etwas wie ein universeller, ein Meta-Marrane.« (JAQUES DERRIDA)

 
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